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Berberin – der Alleskönner unter den Nootropika?

Berberin (auch „BBR“) ist ein natürliches Alkaloid, das aus dem Coptis Chinensis isoliert wurde. Während diese Pflanze seit mehr als 2500 Jahren in der chinesischen Medizin verwendet wird, ist das Interesse an ihrer Wirkung bei Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der westlichen Welt im letzten Jahrzehnt gewachsen. Zuletzt wurden viele Untersuchungen veröffentlicht, die über positive Auswirkungen auf den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System berichten.

Weitere Vorteile werden in der Leistungssteigerung und Konzentrationsfähigkeit vermutet. Also möchten wir dir in diesem Beitrag den derzeitigen Kenntnisstand rund um Berberin darstellen. Neben klassischen Volksweisheiten rund um Berberin verweisen wir auch auf die nachgewiesenen Wirkungen gemäß moderner wissenschaftlicher Literatur.[i]

Die Forschung deutet darauf hin, dass Berberin in vielen physiologischen Aspekten nützlich ist. Zeitgleich sind die zugrunde liegenden Mechanismen und Wirkungen noch immer wenig verstanden und den meisten Menschen unbekannt.

Folgend zeigen wir dir auf, welche Wirkungen Berberin mit sich zieht. Darüber hinaus berichten wir, wo Berberin gekauft werden kann und ob es in lokalen Apotheken erhältlich ist. Zuletzt erörtern wir, welche Nebenwirkungen auftreten können.

 

Wie wirkt Berberin im Körper?

Als eine der wenigen nootropischen Ergänzungsmittel sticht das Alkaloid durch seine Fähigkeit, die AMPK („Adenosin-Monophosphat-aktivierte-Protein-Kinase“) zu aktivieren, heraus. Dieses Enzym ist verantwortlich für die Regulierung von Lipid-, Glukose- und Energiestoffwechseln und gilt als Hauptsteuerungselement der metabolischen Prozesse im Körper.

Durch die AMPK-Aktivierung wird das Zusammenspiel von Glukose und Insulin im Kohlenhydratstoffwechsel optimiert, was zu einer verbesserten Energiebereitstellung in den Zellen führt. Berberin gilt als entzündungshemmend und anti-bakteriell. Außerdem sorgt es für eine bessere Verdauung und hilft deiner Leber bei der Fettverbrennung und dem Abbau schlechter Fette. Konkrete Studienergebnisse finden sich im nächsten Abschnitt.[ii]

Studienergebnisse auf einen Blick

Aufgrund des weiten Einsatzes von Berberin im chinesischen Raum wurden viele der qualitativen Studien auch in China durchgeführt.

In diversen Studien zeigte sich Berberin als ein potenziell wirksames antimikrobielles Mittel. Eine Laborstudie von Chu et. al (2008) ergab, dass Berberin das Wachstum von Staphylococcus aureus hemmt.[iii] Der Bakterienkörper Staphylococcus aureus kann viele gesundheitliche Probleme verursachen, darunter Sepsis, Lungenentzündung, Meningitis und eine Reihe von Hauterkrankungen. Zudem könnte Berberin die DNA und das Protein bestimmter (schädlicher) Bakterien schädigen, was schließlich zum Absterben der Bakterien der Gattung Streptococcus agalactiae führen könnte.[iv]

Li et al. (2014) zeigten, dass BBR antioxidative und entzündungshemmende Aktivitäten mit sich zog, was zum Teil zu seiner Wirksamkeit gegen Diabetes mellitus beitrug. Die antioxidativen und entzündungshemmenden Aktivitäten der BBR wurden mit Veränderungen der oxidativen Stressmarker, der antioxidativen Enzyme und der proinflammatorischen Zytokine nach BBR-Verabreichung bei diabetischen Tieren beobachtet. BBR hemmte den oxidativen Stress und die Entzündung in einer Vielzahl von Geweben, einschließlich Leber, Fettgewebe, Niere und Bauchspeicheldrüse.[v]

Weitere Erkentnisse…

Zuletzt konnte das Forschungsteam rund um Chu et al. (2016) nachweisen, dass Berberin ein starker Synergist für Antibiotika sei. Synergistische Wechselwirkungen zwischen Berberin und häufig verwendeten antimikrobiellen Mitteln zeigen therapeutische Vorteile gegen ein breites Spektrum von pathogenen Mikroorganismen, einschließlich des Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus („MRSA“). Viele Berichte haben gezeigt, dass der kombinierte Einsatz von Berberin die schützende Aktivität von Antibiotika gegen MRSA verbessert.

Doch was ist eigentlich „MRSA“ – ein Begriff, den wohl kaum jemand außerhalb des Medizinhörsaals kennt?

MRSA ist eines der am häufigsten anerkannten antibiotikaresistenten Bakterien, das mit einer hohen Morbidität und Mortalität verbunden ist. Die Ausbreitung von MRSA ist bei der Behandlung nosokomialer Infektionen sehr besorgniserregend. Dies ist so, weil es schnell Resistenzen gegen die meisten Antibiotika erworben hat. Jüngste Studien haben gezeigt, dass die Antibiotikaresistenzfähigkeiten von MRSA mit der Bildung von Biofilmen verbunden sind, die zu Behandlungsfehlern und wiederkehrenden Infektionen führen.[vi]

Nutzer berichten ebenfalls, dass das Ergänzungsmittel einen antidepressiven Effekt bei ihnen aufweist. Nachforschungen zeigten, dass es im Gehirn zu einer Erhöhung von Noradrenalin, Serotonin und Dopamin kommt. Diese Neurotransmitter sind zuständig für das Glückszentrum und ausschlaggebend für unser Wohlbefinden.

Berberin - besondere Erfahrungen bei Diabetis Typ-2 Patienten

Zuletzt zeigen diverse Studien, dass bei Unterbrechung der AMPK-Aktivitäten ein hoher Blutzuckerspiegel, ungewöhnliche Lipidwerte, Diabetes und allgemein ein Gefühl von Energiemangel auftreten können. Da die Wirkung von Berberin genau diese Prozesse fördert, wirkt es ähnlich wie das altbewährte Arzneimittel Metformin. Jedoch geschieht dies ohne das erhöhte Risiko eines Herzinfarktes. Daher ist Berberin vor allem bei Diabetespatienten beliebt. Falls du also Verwandte oder Freunde hast, die unter Diabetes leiden, kläre sie gerne über Berberin auf!

 

Nootropika gibt es etliche, aber was ist zu empfehlen?
Mein absoluter Favorit:

Einnahme von Berberin – für wen lohnt es sich?

Neben den dargestellten heilmedizinischen “reaktiven” Intentionen der Einnahme von Berberin bietet sich die Einnahme  auch aus “proaktiven” Gründen an – denn warum sollte man es ohnehin bis zum Eintritt einer Krankheit kommen lassen, wenn man sie doch durch gezielte Einnahme eines effektiven Wirkstoffes unterbinden kann? So könnte Berberin dabei helfen, die Leistungserwartungen der heutigen Gesellschaft besser zu erfüllen, allen voran durch ein höheres Energielevel und eine bessere Gedächtnisleistung.

Auch wird von einigen Konsumenten berichtet, dass Stimmungsschwankungen bei regelmäßiger Einnahme von Berberin seltener auftreten. Allgemein zeigt sich, dass es durch die regelmäßige Einnahme zu einem allgemeinen Gefühl der Ausgeglichenheit und Zufriedenheit kommen kann. Dadurch kann die Lebensqualität erheblich gesteigert werden. Es zeigt sich, dass auch aus nicht-heilmedizinischen Gründen auf Berberin zurückgegriffen werden kann.

Was dich in diesem Zusammenhang auf nootrients.de auch interessieren könnte: Wie du deine Konzentration steigern kannst!

 

Erhältlichkeit im Handel und Dosierungsempfehlungen

Berberin kannst du als Tinktur oder in Kapselform als Nahrungsergänzungsmittel im Internet sowie in jeder Apotheke in Deutschland kaufen.

Die Dosierung von Berberin lag im Allgemeinen im Bereich von 0,3-3,0 g/d. In drei Studien erhielten die Patienten Berberin im Bereich von 0,3-0,6 g/d, und in drei Studien erhielten die Patienten mehr als 2,0 g/d. Die Dosis für Patienten in der von Gao et al. (2002) berichteten Studie betrug 0,04 g/kg/d. Bei den übrigen 21 Studien lag die Tagesdosis von Berberin im Bereich von 0,9-1,8 g. Die gesamte tägliche Berberin-Dosis wurde in zwei oder drei Portionen aufgeteilt.[vii]

Auf dieser Grundlage empfehlen wir dir, dich an eine Dosierung von 900 – 1.500 mg pro Tag zu halten. Sinnvoll ist es, die Substanz dreimal täglich bei 300 – 500 mg einzunehmen, am besten ca. 15 Minuten vor Einnahme einer Mahlzeit.
Um die volle Wirkung von Berberin zu entfachen, solltest du dich mindestens zwei Wochen an diesen Plan halten.

 

Effekte von Berberin auf einen Blick

An dieser Stelle soll die heilmedizinische (reaktive) Einnahme von Berberin außen vorgenommen werden – sofern du Anzeichen einer Erkrankung (z. B. Diabetes) feststellt, so solltest du dich ohnehin auf den professionellen Rat eines Arztes verlassen. Hierhingehend gibt es ausreichende Indizien, dass Berberin aus vielerlei Gründen hilfreich sein könnte.

Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften wird Berberin oft als “Allrounder” unter den Nootropika bezeichnet. Folgend findest du eine Übersicht aller positiven Effekte:

  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Verbesserung des Verdauungssystems
  • Verstärkte Fettverbrennung
  • Förderung des Abbaus „schlechter“ Fette
  • Aktivierung der AMPK
  • Nachweisliche Effekte in der Blutzuckerregulierung

 

Nebenwirkungen von Berberin – kaum vorhanden!

Die meisten Menschen, die mit Berberin Erfahrung gemacht haben, haben wenige bis keine Nebenwirkungen erlebt. Wir empfehlen dir trotzdem, mit einer niedrigen Dosierung anzufangen. Die Darmflora muss sich an die Wirkung des Ergänzungsmittels gewöhnen, weshalb leichte Verstopfungen auftreten können. Solltest du in Zusammenhang mit Diabetes bereits blutzuckersenkende Medikamente nehmen, sprich vor der Einnahme mit deinem Arzt. So kannst du wahrscheinlich verhindern, dass es zu einem niedrigen Blutzuckerspiegel kommt.

Welche weiteren Nootropika du dir anschauen solltest

An dieser Stelle möchten wir auf ein weiteres Nootropikum hinweisen, welches in der Alternativen Medizin zunehmend zur Krebsprävention eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um das stets bekannter werdende CBD (Cannabidiol).

 

 

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[i] Chu et. al (2016). Role of Berberine in the Treatment of Methicillin-Resistant Staphylococcus aureus Infections. Sci Rep. 2016; 6: 24748. 22. April 2016. Online, DOI: 10.1038/srep24748 und URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4840435/

[ii] Vgl. Li et al. (2014). Antioxidant and Anti-Inflammatory Activities of Berberine in the Treatment of Diabetes Mellitus. Hindawi Journal, Volume 2014, Article ID 289264. Online, DOI: 10.1155/2014/289264 und URL: https://www.hindawi.com/journals/ecam/2014/289264/

[iii] Chu et al. (2008). Role of Berberine in the Treatment of Methicillin-Resistant Staphylococcus aureus Infections. Sci Rep. 2016; 6: 24748. 22 April 2016. Online, DOI: 10.1038/srep24748 und URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4840435/

[iv] Peng et al. (2015). Antibacterial activity and mechanism of berberine against Streptococcus agalactiae. Int J Clin Exp Pathol. 2015; 8(5): 5217–5223. 01. Mai 2015. Online, URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4503092/

[v] Vgl. Li et al. (2014). Antioxidant and Anti-Inflammatory Activities of Berberine in the Treatment of Diabetes Mellitus. Hindawi Journal, Volume 2014, Article ID 289264. Online, DOI: 10.1155/2014/289264 und URL: https://www.hindawi.com/journals/ecam/2014/289264/

[vi] Chu et. al (2016). Role of Berberine in the Treatment of Methicillin-Resistant Staphylococcus aureus Infections. Sci Rep. 2016; 6: 24748. 22. April 2016. Online, DOI: 10.1038/srep24748 und URL: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4840435/

[vii] Liang et al. (2019). Effects of berberine on blood glucose in patients with type 2 diabetes mellitus: a systematic literature review and a meta-analysis. Endocrine Journal 2019 Volume 66 Issue 1 Pages 51-63. Online, DOI: doi.org/10.1507/endocrj.EJ18-0109 und URL: https://www.jstage.jst.go.jp/article/endocrj/66/1/66_EJ18-0109/_html/-char/en

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